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Kalte und warme Wintergärten –
und warum man in beiden nicht friert

 

Baurechtliche Unterschiede und ihre Auswirkungen auf Dämmung, Sicherheit und Nutzung.

Foto: Pixabay

„Wintergarten“: ein magisches Wort, ein Begriff, der wie ein Versprechen klingt. Das Versprechen eines Gartenerlebnisses in unwirtlicher Zeit zum Beispiel, weil man aus ihm in den eigenen Garten blicken kann und-oder, weil er mit einer Pflanzenwelt ausgestattet ist, die ein Erlebnis im Grünen vermittelt.

Je nach Sachlage (werden die Abstände eingehalten, wird die genehmigte Grundfläche überschritten etc.) stimmt das Kommunalparlament zu oder nicht, oder formuliert Auflagen. „Am besten ist es, schon in der Planungsphase eine unverbindlichen Bauanfrage beim zuständigen Bauaufsichtsamt einzureichen“, rät die Bauexpertin. Sie hat noch einen zweiten Tipp: „Wer einen Wohnwintergarten baut, sollte sich auch mit seiner Versicherung in Verbindung setzen.“ Die Einrichtung gelte als Teil des Hausrats. Daher sei Einbruchschutz ein weiteres wichtiges Thema, so die Bauexpertin. „Und Isolierung, Heizung und Belüftung ein anderes“, ergänzt Beil.

Tatsächlich gibt es zwei sehr unterschiedliche Arten von Wintergarten: den sogenannten kalten Wintergarten und den warmen Wintergarten (oder auch „Wohnwintergarten“). Der Letztere ist beheizt, der Erstere nicht.
„Ein warmer Wintergarten ist im Prinzip ein zusätzliches Zimmer“, erklärt der Terrassendach-Fachmann Felix Beil, „einen Außenraum, der Kälte-isoliert und mit einer Heizung ausgestattet ist.“ Nur dass die Wände und meistens auch das Dach aus Glas sind. Beil ist der Geschäftsführer der Beil & Niedersteiner GmbH, ein Handwerksunternehmen, das sich auf Terrassenüberdachungen spezialisiert hat.

Beil hat recht: Ein derartiger Wintergarten ist wie ein zusätzliches Zimmer. „Deswegen gilt ein warmer Wintergarten als Hausanbau und muss als solcher geprüft werden“, erläutert Marianne Kottermair, die Bauamtsleiterin der Gemeinde Egenhofen (Landkreis Fürstenfeldbruck). Mit anderen Worten: Der Hausbesitzer muss einen Bauantrag stellen, der vom zuständigen kommunalen Bauamt begutachtet wird und im Gemeinde- oder Stadtrat diskutiert wird.

 

Je nach Sachlage (werden die Abstände eingehalten, wird die genehmigte Grundfläche überschritten etc.) stimmt das Kommunalparlament zu oder nicht, oder formuliert Auflagen. „Am besten ist es, schon in der Planungsphase eine unverbindlichen Bauanfrage beim zuständigen Bauaufsichtsamt einzureichen“, rät die Bauexpertin. Sie hat noch einen zweiten Tipp: „Wer einen Wohnwintergarten baut, sollte sich auch mit seiner Versicherung in Verbindung setzen.“ Die Einrichtung gelte als Teil des Hausrats. Daher sei Einbruchschutz ein weiteres wichtiges Thema, so die Bauexpertin. „Und Isolierung, Heizung und Belüftung ein anderes“, ergänzt Beil.

„Bei kalten Wintergärten ist die Sache wesentlich einfacher“, tröstet Stephan Absenger, der Geschäftsführer der Dachauer Fachbetrieb Rudi Richter GmbH, diejenigen, die ihre Wintergartenträume schon dahinschwinden sehen. Ein Dach auf eine vorhandene Terrasse zu setzen, sei ohne bürokratischen Aufwand möglich, so Absenger. Glasfenster und -türen anzubringen ebenso. Absenger hat festgestellt: „Wer in einem Haus wohnt, benötigt eigentlich keinen zusätzlichen Wohnraum, sondern eine Freizeitfläche, die man unabhängig vom Wetter nutzen kann.“ Zum Beispiel eine „Glasoase“, wie sie der Hersteller Weinor anbietet und die man in den Ausstellungsräumen der Rudi Richter GmbH besichtigen kann. Die Schiebetüren der Glasoase und ähnlicher Produkte sind variabel schließbar, Beschattungssysteme schützen vor zu großer Hitze. Und auch im Winter muss man dort nicht frieren, zumindest nicht tagsüber. „Selbst bei einer Außentemperatur von zehn Grad kann die Temperatur in einem geschlossenen Kaltwintergarten auf zwanzig Grad ansteigen“, weiß Absenger aus eigener Erfahrung. Wichtig sei indes die Belüftung. „Bei Sonneneinstrahlung steigt die warme Luft nach oben und sammelt sich unter dem Glasdach.“ Er empfiehlt daher Dachklappen. „Mindestens zehn Prozent der verglasten Fläche sollten zu öffnen sein, das Doppelte ist besser.“ Die könnten manuell zu öffnen sein, elektrische Sensor- und App-gesteuerte Systeme seien freilich bequemer.

Kaltwintergärten hätten einen weiteren Vorteil: „Man spart Heizkosten“, weiß Absenger. „Der Glasraum wirkt wie eine zusätzliche Dämmung.“

Mit anderen Worten: Wer in der kalten Jahreszeit von seinem Wohnzimmer in seinen Wintergarten blickt, hat es in der Regel kuschelig warm. „Und im Sommer macht man die Glastüren einfach weit auf“, ergänzt der Dachauer Wintergarten-Fachmann. Horst Kramer
 

Von Asia bis
Urban Jungle

 

Die Messe Garten München stellt die frischesten Outdoor-Trends vor

In Holztrögen zieht man Minze ordentlich groß, lernt der Besucher.
Foto: GHM

Der eigene Garten ist ein Sehnsuchtsort. Seit Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, wünschen sich die Menschen zurück dorthin, wo in einem beschützen Raum Blumen blühen, Vögel zwitschern und Schmetterlinge flattern, wo leise Wasser plätschert, die Sonne scheint und man ungestört im Halbschatten liegen darf. Ruhe und Harmonie, Frieden und Zufriedenheit – der Garten als Rückzug und wahrer Lebensort, so wie die alten Römer es formulierten: „Otium“, die Muße und Freizeit, die ihnen als das positive, wirkliche Leben galt, im Gegensatz zum „Negotium“, das im Lateinischen als Negation des eigentlichen Lebensinhalts Business und beruflichen Stress bedeutet.

  Auf der Garten München, der Ausstellung für Gartengestaltung und Gartenkultur der Internationalen Handwerksmesse, trägt das diesjährige Motto der tiefen Sehnsucht nach dem wahren Leben Rechnung. Zwar nicht auf Latein, sondern auf Englisch, trifft der Begriff „Outdoor Living“ dennoch sehr genau, wonach sich der moderne Zeitgenosse ebenso sehnt wie es der alte Römer tat. Auch der heutige Büromensch will als Ausgleich des eingebundenen Arbeitsalltags seine Zeit möglichst schön draußen verbringen. Seine Wohnung, sein Heim definiert sich dabei nicht nur als „vier Wände“, sondern wird um den grünen Außenraum des Gartens erweitert. Vor der Tür zum Wohnzimmer, dem „Living Room“, geht es weiter mit dem Leben. Nicht bis zum Horizont, sondern auf überschaubaren Raum, doch genau dieses Begrenzung ist essenziell für die entspannenden Wirkung des Gartens. Auf „Süddeutschlands größter Indoor Gartenmesse“, wie die IHM stolz vermeldet, ist zu erleben und zu bestaunen, wie schön und entspannt man es sich im eigenen Garten machen kann. Mit gemütlicher und passender Möblierung, zum Ausruhen, zum Verweilen, fürs gesellige Zusammensein, mit passenden Accessoires und praktischen Utilities – und ganz wichtig natürlich, mit der richtigen Ausrüstung für die Essenszubereitung.

In den Hallen C3 und B4 ist die Themenfläche „Outdoor Living“ die Attraktion für den interessierten Messebesucher. Nah beieinander kann man sich hier über die aktuellen Trends und Stile der Gartenmöblierung informieren. Sieben Stilrichtungen sind in diesem Jahr besonders angesagt und werden in eigenen Infoinseln präsentiert: Urban Jungle, Retro, Pure, Asia, Skandinavia, Chalet und Beach House. Hinter den modischen Stilbegriffen stehen verschiedene Gestaltungskonzepte. Urban Jungle bringt tropische Exotik in den mitteleuropäischen Garten, zum Beispiel mit grünen Wänden und Hängepflanzen. Beim Retrostil träumt man sich zurück in die guten Zeiten, als man sich noch Limo schlürfend bei Mama und Papa oder in Omas Garten auf der Liege fläzen durfte – im Gegenzug für einmal pro Woche Rasenmähen. Der Asia- und der Skandinavia-Stil richtet sich natürlich an Freunde fernöstlicher respektive nordischer Lässigkeit, während die Stilrichtung Chalet alpenländische Gemütlichkeit zum Ausdruck bringt. Beach House ist das Pendant des Bergstils: wie man den eigenen Garten gefühlt ans Meer verlegt, mit weißen Möbeln und schicken Sonnensegeln. Der Pure-Stil richtet sich an all diejenigen, die es grundsätzlich möglichst naturbelassen mögen – aber gewissermaßen kultiviert unkultiviert.

Aktuelle Skulpturentrends für den Garten.
Foto: GHM

Wobei man bei diesem Stichwort beim zweiten Großthema angelangt ist: Kochen und zwar im Freien. Dass die Küche einer der wichtigsten Räume in der Wohnung ist, kann niemand mehr verneinen. Die Möglichkeiten des Draußenkochens sind jedoch noch lange nicht so erschöpft und durchdacht. In erster Linie heißt Kochen im Garten noch immer kaum mehr, als dass gegrillt wird. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, aber es gibt unheimlich viel dazu zu sagen: Deshalb gibt es seit 2016 auf der Garten München die „Bavarian BBQ-Week“. Hier gibt es für den ambitionierten Grillfreund alles, was denkbar ist: Ob Kohle, Gas oder Strom, Smoker, Kugel-, Keramik- oder Mehretagen-Hauben-Grill mit digitaler Steuerung, die ganze Bandbreite der neuesten Gerätetechnik ist hier zu sehen bis hin zur voll ausgestatteten Outdoor-Küche. Mit dabei ist auch ein neuer Trend, der Dutch Oven, bei dem man in einem Topf mit Deckel auf offenem Feuer kocht, schmort oder sogar bäckt. Beim „Dutch Oven Cookoff“ kochen Teams auf der Messe um die Wette, wobei das Publikum am Ende selbst probieren darf, ob das was geworden ist. So oder so, ein Besuch auf der Garten München vom 7. bis 13. März gibt einen guten Vorgeschmack und eine Menge Inspiration für das eigene kleine Paradies.                                                                                           Florian Tempel

„Auf eine Ausbildung kann
man stolz sein!“

Franz-Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer München und Oberbayern

75.000 Farben und
noch viel mehr

Autos werden immer bunter.
Ein Streifzug durch die Geschichte der Autolacke