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Zwischen Hopfen, Spargel
und Naturerlebnis

 

Egal, in welche Richtung man sich orientiert: Pfaffenhofen ist stets ein perfekter Startpunkt für enstpannte, abwechslungsreiche Ausflüge

 

Alle Wege führen nach Rom – oder aber nach Pfaffenhofen an der Ilm. Zum Beispiel in der Zeit vom 24. Mai bis zum 20. August dieses Jahres, wenn in der 25.000 Einwohner zählenden Stadt die Tore zur Kleinen Gartenlandesschau geöffnet werden. Die Gäste reisen wieder aus allen Himmelsrichtungen an, einem Spinnennetz gleich, bei dem alle Stränge sternförmig von außen in der Mitte zusammenlaufen. Reizvoll, im Mittelpunkt dieses Netzes gelegen, umgeben von sanften grünen Hügeln im grünen Hopfenland, empfängt das Ilm-Städtchen seine Gäste. Willkommensgrüße entbieten in der Stadtmitte prächtige, denkmalgeschützte Bürgerhäuser am geschäftigen Stadtplatz, einem der schönsten Plätze Oberbayerns, flankiert von Geschäften und Cafés, die zum Verweilen oder zur Einkehr einladen. Zum Beispiel in die Urbanus Brauerei in der Kellerstraße auf ein kühles Glas „Hopfentee“ und einer Brotzeit. Wer will, kann auch noch im Museum Mesnerhaus in der Scheyerer Straße oder in der historischen Werkstatt mit Lebzelterei in die Vergangenheit eintauchen und eine faszinierende Sammlung religiöser Gegenstände aus Pfaffenhhofener Kirchen und Bürgerhäusern sowie eine Sammlung historischer landwirtschaftlicher Geräte und Fahrzeuge bestaunen. In der ältesten Lebzelterei und Wachszieherei Deutschlands werden heute noch in guter Handwerkstradition wie seit 1587 Lebkuchen, Kerzen und Votivgaben gefertigt.

Die 14.500 Einwohner zählende Stadt Mainburg (32,1 Kilometer) ist geografischer Mittelpunkt des größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebietes der Welt, der Hallertau, und hat deshalb eine Art zentrale „Hauptstadtfunktion“ im Hopfenland. Denn hier und in der Umgebung wird nicht nur Hopfen angebaut, hier wird er auch verarbeitet und in über 90 Länder der Welt exportiert. Daneben bietet Mainburg eine gute Mischung aus Kultur und Geselligkeit, wofür die in der Bevölkerung beliebten Hopfenfeste bekannt sind. Dazu gibt es gemütliche Cafés, Bistros und Speisegaststätten, die sowohl eine gut bürgerliche Küche als auch Spezialitäten zu Normalpreisen anbieten. Weitere Sehenswürdigkeiten, für die man sich Zeit nehmen sollte, sind beispielsweise das paläontologische Museum und das Heimatmuseum.

 

Hier in der Hallertau begegnet man dem Thema Bier auf Schritt und Tritt. Wer mehr über das bayerische Nahrungsmittel erfahren will, der radelt weiter nach Wolnzach (15,4 Kilometer) zum weltberühmten Deutschen Hopfenmuseum. Dort wird auf über 1000 Quadratmetern Fläche eine Erlebnis-Ausstellung zum Thema Hopfen und Bier präsentiert. In der Hopfenstadt können alle Interessierten an Bier-Seminaren teilnehmen und bei einem Biermenü unter fachkundiger Anleitung eines Diplom-Sommeliers mehr über das goldene Getränk erfahren, das auch heute noch nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 hergestellt wird. Wolnzach liegt im fruchtbaren Tertiärhügelland der Hallertau, wo das „grüne Gold“ wächst und rankt, und wo die allgegenwärtigen Hopfengärten die Landschaft prägen.

 

Was der Hallertau der Hopfen ist Schrobenhausen (25,8 Kilometer) der Spargel. Im größten Spargelanbaugebiet in Bayern ist das edle Gemüse das zentrale Thema von April bis Juni. So lange dauert die Spargelsaison. Das Spargelmuseum im sogenannten Amtsturm liefert dem Wissbegierigen Gourmet den notwendigen theoretischen Unterbau, um bei kulinarischen Plaudereien mitreden zu können. Das Museum wurde 1985 eröffnet und 1991 zum Europäischen Spargelmuseum erweitert. Das Spargelmuseum ist ein Spezialmuseum und informiert über Botanik, Geschichte und landwirtschaftliche Kultivierung des königlichen Gemüses.

 

Wir können es uns aussuchen, in welchem Gasthaus wir uns die Spezialität auf speziellen Spargelkarten munden lassen wollen: Ob als Suppe, kalt im Salat, klassisch gekocht oder gebraten, serviert mit Kartoffeln, Kalbssteak oder Schinken – die örtlichen Restaurants und Wirtshäuser haben garantiert für jeden Gaumen die richtige Spargel-Zubereitung. Obgleich das Königsgemüse erstaunlich wenig Kalorien hat, wird es doch vorzugsweise mit gehaltvollen Soßen genossen. Aus diesem Grund kann ein Verdauungsspaziergang nicht schaden. Und so machen wir uns auf den Weg zur mittelalterlichen Stadtmauer sowie zum Geburtshaus des Malerfürsten Franz von Lenbach, das heute ein schönes Museum ist. Es wurde aufwändig renoviert und ist seit Ende April wieder für Besucher geöffnet.

Einkaufen in Pfaffenhofen.
Foto: Florian Schaipp
Pfaffenhofener Hopfenland.
Foto: Martin Erd
Träumen unter Bäumen: im Baumhaushotel Oberbayern wird dies Wirklichkeit.
Foto: Baumhaushotel Oberbayern
Schloss Dachau war einst Sommerresidenz der Wittelsbacher.
Foto: Christof Hofbauer
Pfaffenhofen ist nicht nur lohnendes Ausflugsziel, sondern auch idealer Ausgangspunkt für Touren und Wanderungen in die Region hinaus, um interessante Orte und Städte in der Nähe zu erkunden. Zum Beispiel das 24 Kilometer entfernte Geisenfeld, wo eine der prächtigsten Kirchen im Landkreis Pfaffenhofen zum Besuch einlädt. Die Kirche ist ein Klosterbau aus dem Jahr 1030, der mehrmals nach Feuersbrünsten wieder aufgebaut wurde und der aufgrund seiner Ehrfurcht einflößenden Präsenz in der Bevölkerung auch „der Dom der Hallertau“ genannt wird. Besonders sehenswert ist ein Kolossalgemälde, auf dem die Himmelfahrt Mariens dargestellt ist. Das gesamte Stadtplatzensemble steht unter Denkmalschutz.

 

Es ist aber nicht nur die Pfarrkirche, die in Geisenfeld anhalten lässt. Mitten in der über 9000 Einwohner zählenden Stadt liegt eine kleine Oase der Ruhe und Entspannung versteckt: Ein Garten der Sinne, der zum Ausruhen und Kraftsammeln einlädt. Wer dagegen Abwechslung und Bewegung sucht, der findet sie im Bewegungspark an der Ilm und im Wasserskipark am Lorenzisee. Ruhigere Stunden kann man im Naturschutzgebiet Nöttinger Weiher verbringen. Wer seinen Kindern erklären will, wo der Klapperstorch wohnt, der schaut im historischen Stadtkern vorbei. Oben auf dem Kamin der ehemaligen Brauerei hat pünktlich am 1. Januar ein Storchenpaar ohne Nachkommen wieder den Horst bezogen. Wer noch mehr über die frühe Geschichte Geisenfelds wissen will, der unternimmt eine Rundwanderung bei den Hügelgräbern, die viele hundert Jahre vor Christi Geburt angelegt wurden. Rund 180 davon stammen aus der mittleren Bronzezeit um 1500 vor Christus und finden sich in dem Wald zwischen Geisenfeld und Niederlauterbach. Es ist eines der größten Gräberfelder in ganz Süddeutschland.

 

Dass das 32,1 Kilometer entfernte Ingolstadt nicht nur die Heimat sogenannter Premiumautos ist, sondern auch viele kulturhistorische Groß- und Kleinodien beherbergt, dürfte seit spätestens vergangenem Jahr bekannter sein. Denn 2016 wurde hier 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebots mit zahlreichen Veranstaltungen durch das Jahr hindurch gefeiert. Doch Ingolstadt kann und konnte nicht nur Bier: Vergangenheit, Gegenwart und zeitgemäßer großstädtischer Fortschritt gehen in dieser ehemaligen Residenzstadt die perfekte Symbiose ein. Darüber hinaus hat Ingolstadt als Sitz der Ersten Bayerischen Landesuniversität eine bedeutende Position in der Bayerischen Universitätsgeschichte inne. Zeugnisse dieser wissenschaftlichen Blütezeit sind die Alte Anatomie mit dem Deutschen Medizinhistorischen Museum. Der oberbayerisch-lässige Charakter Ingolstadts zeigt sich am ehesten in der örtlichen Gastronomie. Doch noch ist es nicht Zeit fürs Radler oder andere flüssige Genussmittel. Solche werden wir uns später gönnen.

Schweitenkirchen soll zu Zeiten der Bajuwaren gegründet worden sein.
Foto: Anton Mirwald
Waldkletterpark Oberbayern.
Foto: Florian Schaipp